Leyla Qasim

Leyla Qasim

Leyla Qasim, 1952 in Xaneqîn in eine patriotische Faylee-kurdische Familie geboren, erwies sich als bemerkenswerte Figur im Kampf für die kurdische Freiheit. Im Alter von vier Jahren zogen sie und ihre Geschwister, darunter Sebih, Selam, Sefa und Selah, nach Erbil und engagierten sich trotz der Diskriminierung als Faylee-Kurden intensiv für Bildung.

Die Politik des Baath-Regimes zwang Leyla, mit ihrer Familie nach Bagdad zu ziehen. Als Faylee-Kurden gehörten sie zu einer Gruppe, die im Irak brutaler Diskriminierung ausgesetzt war. Die Faylee-Kurden, die im Bagdader Stadtteil „Agd al-Akrad“ lebten, waren für ihre säkulare und gemäßigt nationalistische Haltung bekannt und sprachen ihren ausgeprägten kurdischen Dialekt.

Leylas unerschütterliche Entschlossenheit für ein unabhängiges Kurdistan führte sie 1970 dazu, der Demokratischen Partei Kurdistans beizutreten. 1971 begann sie ihr Soziologiestudium an der Universität Bagdad. 1972 wurde sie aktives Mitglied der Kurdischen Studentenunion (KSU) und lernte dort ihren Lebensgefährten Cewad Hemewendi kennen. Mit ihm teilte sie eine tiefe Liebe zu ihrer Heimat Kurdistan. Leyla drückte nicht nur offen ihre Hingabe zu Kurdistan aus, sondern zeigte auch, dass Frauen neben Männern aktiv in der Politik mitwirken können.

In einer tragischen Wendung der Ereignisse wurde Leyla 1974 zusammen mit ihren Freunden, darunter Cewad Hemewendi, aufgrund falscher Anschuldigungen wegen versuchter Flugzeugentführung inhaftiert. Obwohl sie Symbole der Freiheit waren, fielen sie der Tyrannei der Baath-Partei zum Opfer. Während ihres Prozesses bewies Leyla immensen Mut und verkündete kühn: „Tötet mich! Aber ihr müsst auch wissen, dass nach meinem Tod Tausende Kurden aufwachen werden.“

Leyla Qasim wurde innerhalb von 15 Tagen zum Tode verurteilt und am 12. Mai 1974 um 7 Uhr morgens mit ihren Freunden hingerichtet. Auf dem Weg zum Galgen sang sie die kurdische Nationalhymne und symbolisierte damit ihr Opfer für die Freiheit Kurdistans. Leylas Tod entfachte ein Feuer in den Herzen ihrer Landsleute, insbesondere kurdischer Studenten, die sich den Peschmerga-Truppen anschlossen, um den Kampf fortzusetzen, dem sie ihr Leben verschrieben hatte. Leyla Qasim, die als furchtlos, intelligent, hingebungsvoll und sanftmütig beschrieben wurde, gilt als bleibendes Symbol für Mut und Hingabe im Kampf für die kurdische Freiheit.

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